Bild: 

People, Place, Purpose

Francine Houben
Mecanoo Delft

In ihrem Vortrag "People, Place, Purpose", der nach dem gleichnamigen Buchtitel benannt ist, präsentiert Francine Houben ihre Arbeit, die auf den drei grundlegenden Elementen Mensch - Ort - Zweck beruht. Sie gewährt einen Blick hinter die Kulissen der anspruchsvollen und weltweit umgesetzten Planungsentwürfe des von ihr gegründeten Architekturbüros Mecanoo architecten, wie etwa die Bibliothek der Technischen Universität Delft und das Nationale Kunstzentrum Kaohsiung in Taiwan. Jeder individuelle Entwurf basiert dabei auf der Beobachtung von Menschen, Standort, Kultur und Klima. Mit Hilfe dieser Analyse entstehen Planungsentwürfe, die den gegenwärtigen Bedürfnissen entsprechen, aber dennoch flexibel genug sind, um an (un)vorhersehbare Änderungen angepasst werden zu können.

Vortrag auf Englisch.

Das Architekturbüro Mecanoo architecten wurde offiziell 1984 in Delft gegründet und hat sich von Beginn an dem Vorsatz verschrieben, mit seiner Architektur einen Beitrag für eine bessere Welt zu schaffen.

Ausgewählte Werke sind die Bibliothek der Technischen Universität Delft (1997), das Theater- und Kongresszentrum La Llotja in der spanischen Provinz Lleida (2008), die Bibliothek in Birmingham, Großbritannien (2013), das Bruce C. Bolling Municipal Building (Rathaus) in Boston, USA ( 2015) und das Nationale Kunstzentrum Kaohsiung in Taiwan (geplante Eröffnung 2018).

Francine Houben ist Gründerin und Kreativdirektorin von Mecanoo architecten.
Sie war Lehrstuhlinhaberin in den Niederlanden und im Ausland. Derzeit ist sie als Gastprofessorin an der Yale School of Architecture tätig.

Als Kuratorin der ersten internationalen Architektur-Biennale Rotterdam im Jahr 2003 rückte sie das Thema Ästhetik der Mobilität ins Bewusstsein von internationalen Architekten- und Planungsverantwortlichen. Im Jahr 2010 erhielt Francine Houben eine Mitgliedschaft auf Lebenszeit an der Akademie der Künste in Berlin. Sie ist Ehrendoktor der Universität von Utrecht und der Université de Mons. Ihre Arbeiten brachten ihr internationale Anerkennung ein. Von der niederländischen Königin Máxima wurde sie 2015 mit dem prestigeträchtigen Prins Bernhard Cultuurfonds für ihr Gesamtwerk geehrt.