Die Fünfte Ansicht

Ausstellung
28.10. bis 27.11.2016

Die Ausstellung "Die fünfte Ansicht - Von Gewölben, Schalen, Kuppeln, Dächern und ihren Ingenieuren" widmet sich meisterhaften Dachkonstruktionen von der Antike bis zur Gegenwart und dokumentiert Innovationskraft und technische Bestleistungen von Baumeistern und Ingenieuren. Dabei wird die Entstehung von mehr als 30 eindrucksvollen Dachprojekten erläutert und an zahlreichen Modellen, Zeichnungen und Fotos gezeigt, wie sich diese Konstruktionen im Lauf der Jahrhunderte verändert haben.

Im ersten Teil „Baugeschichte“ werden ausgewählte Projekte von der Antike bis in die 70er Jahre gezeigt – angefangen mit dem 125 n. Chr. fertiggestellten Pantheon, das als Meisterwerk baulicher Vollkommenheit und Erhabenheit gilt, bis hin zur schwebenden Zeltstruktur des Münchner Olympiadaches aus Acrylglas und Stahl.

Ein Highlight der Ausstellung ist das Originalmuster einer Acrylglasplatte der Abdeckung der Seilnetzkonstruktion des Olympiadaches.

Der zweite Teil „Zeitgenössische Architektur“ dokumentiert, wie durch computergestütztes Entwerfen und der Entwicklung neuer Materialien Dachlösungen weltweit immer spektakulärer und experimenteller werden. Hauchdünne Schalen, weitgespannte Kuppeln, leichte Membrankonstruktionen bei Bauprojekten wie Flughäfen, Bahnhöfen oder Stadien zeugen von der Ingenieurbaukunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Gleichzeitig wächst die Bedeutung von Dächern für die Nachhaltigkeit von Bauten.

Ein grosses Holzmodell des Metropol Parasols in Sevilla von J. Mayer H. Architects veranschaulicht die Ingenieurbaukunst der Gegenwart.

Das Oskar von Miller Forum präsentiert diese Ausstellung in Kooperation mit dem M:AI Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW.

Öffnungszeiten:

28.10. bis 27.11.2016, Dienstag bis Sonntag 12:00 bis 18:00 Uhr

EINTRITT FREI

Zur Eröffnung am 27. Oktober um 18:30 Uhr wird Ewald Bubner, Professor em. für Baukonstruktion an der Universität Duisburg-Essen den Vortrag „Membranen im Bauwesen – Entwicklung, Systeme, Spannweiten“ halten. Bubner war als langjähriger Partner von Frei Otto an der Entwicklung des Münchner Olympiastadions beteiligt.