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Herausforderung Brenner Basistunnel

Christian Schwarz
BBT SE, Innsbruck

Tunnelbauwerke schaffen sichere, schnelle und witterungsunabhängige Verbindungen. So wurde die wirtschaftliche Erschließung vieler europäischen Gebirgsregionen durch Tunnelbauten vorangetrieben.

Ein aktuelles Projekt der Superlative im Tunnelbau ist der Brenner Basistunnel (BBT), der Österreich und Italien miteinander verbindet. Mit einem Alpendurchstich von 64 km wird er zur längsten unterirdischen Eisenbahnverbindung der Welt.

Der Brenner Basistunnel besteht aus einem komplexen Tunnelsystem. Neben den beiden Haupttunnelröhren und dem Erkundungsstollen gibt es Verbindungsröhren, Querschläge und Nothaltestellen sowie vier seitliche Zufahrtstunnel. In Abständen von 333 Meter verbindet ein Stollen, ein sogenannter Querschlag, die beiden Haupttunnelröhren. Diese Querschläge dienen in Notfallsituationen als Fluchtweg. Insgesamt entspricht dieses Konzept höchsten Sicherheitsstandards im Tunnelbau.

Der Vortrag wird das Projekt Brenner Basistunnel in seiner europäischen Dimension vorstellen und auf innovative Verfahren beim Tunnelbau eingehen.

Christian Schwarz ist seit 2015 bei BBT-SE als Geophysiker mit Aufbau und Etablierung der Vortriebsbegleitenden geophysikalischen Erkundung im Tunnelbaubetraut.

Die BBT SE ist eine europäische Aktiengesellschaft mit dem Zweck der Errichtung des Eisenbahntunnels zwischen Österreich und Italien. Im Auftrag der Republik Österreich, der Republik Italien und der Europäischen Union zeichnet sie für die Planung und den Bau des Brenner Basistunnels verantwortlich.

Der Vortrag findet im Rahmen der Ausstellung "Visionäre und Alltagshelden. Ingenieure - Bauen - Zukunft" statt. Die Ausstellung ist bis 14. Januar 2018 geöffnet, jeweils Dienstag bis Sonntag von 12:00 bis 18:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Video des Vortrags (HD)