Bild: 

Stress and the City

Mazda Adli
Charité - Universitätsmedizin Berlin, Fliedner Klinik Berlin

Der Psychiater und Stressforscher Mazda Adli untersucht, wie das Gehirn auf die permanenten Reize der Stadt reagiert und ob das Leben in Städten krank machen kann. Er plädiert für eine Neurourbanistik, einen interdisziplinären Ansatz für Wissenschaft, Kultur und Politik, um neue Visionen für Städte zu entwerfen. Mazda Adli sagt: „Städte sind gut für uns – wir müssen nur lernen, sie zu lebenswerten Orten zu machen.“

Prof. Dr. med. Mazda Adli ist Chefarzt der Fliedner Klinik Berlin und Leiter des Forschungsbereichs Affektive Störungen an der Charité - Universitätsmedizin Berlin am Campus Mitte.

Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören Untersuchungen zu Einflussfaktoren auf die individuelle Stressreaktion sowie die Entwicklung von Strategien zur Behandlung der therapieresistenten Depression. Er hat gemeinsam mit der Alfred Herrhausen Gesellschaft das Interdisziplinäre Forum Neurourbanistik gegründet, eine Forschungsplattforum, die Neurowissenschaften und Stadtforschung miteinander verbindet, um Einflussfaktoren des Stadtlebens auf Emotionen, Verhalten und die psychische Gesundheit zu erforschen. 

2017 ist sein Buch „Stress and the City. Warum Städte uns krank machen. Und warum sie trotzdem gut für uns sind“ erschienen.