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Wirtschaftliche Chancen einer klugen Energiewende

Claudia Kemfert
DIW Berlin

Die Energiewende hat zum Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung von heute etwa 28 % bis zum Jahre 2050 auf 80 % zu erhöhen. Bis zum Jahre 2022 werden die restlichen Atomkraftwerke, die vor allem im Süden Deutschlands im Einsatz sind, abgeschaltet. Außerdem geht es darum, die Energieeffizienz zu verbessern, sowohl im Gebäudeenergiebereich, als auch die Mobilität auf Nachhaltigkeit umzustellen. Die Energiewende soll somit zu einer dauerhaft nachhaltigen Energieversorgung führen. Der Kohleausstieg muss heute eingeleitet werden und der Strukturwandel begleitet werden. Die erneuerbaren Energien sollten nicht ausgebremst sondern weiter ausgebaut werden, die Versorgungssicherheit der erneuerbaren Energien muss erhöht werden. Zudem muss mehr getan werden um Energie einzusparen und die Mobilität auf Nachhaltigkeit ausgerichtet werden. Die wirtschaftlichen Chancen einer klugen Energiewende sind riesig. Diese sollte man nicht verspielen.


Prof. Dr. Claudia Kemfert leitet seit April 2004 die Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und ist Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit an der Hertie School of Governance in Berlin. Sie ist Wirtschaftsexpertin auf den Gebieten Energieforschung und Klimaschutz.

Claudia Kemfert wurde 2016 in den Sachverständigenrat für Umweltfragen beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit berufen. Sie war Beraterin von EU Präsident José Manuel Barroso und ist in Beiräten verschiedener Forschungsinstitutionen sowie Bundes- und Landesministerien tätig. 2013 erschien ihr Buch „Kampf um Strom“, in dem sie die Mythen in der energiepolitischen Debatte beschreibt.

Foto©UDI-CJS