Warum John Lennon mit einem Fahrrad im Bett lag
Marco te Brömmelstroet
University of Amsterdam, Amsterdam
2026
Vortrag
Der Vortrag beginnt um 18:30 Uhr im Oskar von Miller Forum. Gleichzeitig wird auf der Website ein Player eingeblendet, mit dem Sie den Livestream abspielen können. Vortrag auf English.
Thema
Warum lag John Lennon mit einem Fahrrad im Bett?
(und warum das für die Mobilitätswende wichtig ist)
Ein ikonisches Foto aus dem Jahr 1969 zeigt das frisch verheiratete Paar John Lennon und Yoko Ono im Bett des Amsterdamer Hilton Hotels – begleitet von einem alten, weiß gestrichenen niederländischen Fahrrad. Was zunächst verspielt und ungewöhnlich wirkt, erweist sich bei genauerem Hinsehen als hochsymbolisch: Dieses Fahrrad spielte eine zentrale Rolle in der Mobilitätswende, die die Niederlande in den folgenden Jahrzehnten vollzogen haben – allerdings auf eine ganz andere Weise, als man vermuten würde.
Wer heute eine wirksame Rolle in der Mobilitätswende einnehmen möchte, muss über Technik und Infrastruktur hinausdenken. Unser gegenwärtiges Mobilitätssystem ist tief verwurzelt in Sprache, Weltbildern und grundlegenden Annahmen. Diese tief liegenden Ebenen zu hinterfragen, ist eine entscheidende Voraussetzung für echten Wandel.
Der Vortrag geht der Frage nach, wie Sprache Mobilität prägt, wie Verkehrswesen historisch konstruiert wurde und welche wirkungsvollen Alternativen sich daraus entwickeln lassen. Dabei wird gesungen, ein magischer Trick gelernt – und erklärt, warum wir niemals wieder Bobo sein sollten.
Marco te Brömmelstroet
Marco te Brömmelstroet ist Professor und Inhaber des Lehrstuhls für Urban Mobility Futures an der Universität Amsterdam und zählt zu den international prägenden Stimmen zur Zukunft der Mobilität. In Forschung und Lehre beschäftigt er sich mit dem Zusammenspiel von Stadtentwicklung, Mobilitätsverhalten sowie den zugrunde liegenden Narrativen von Verkehrssystemen.
Als Gründungsdirektor des Urban Cycling Institute stärkt er die Verbindung zwischen Wissenschaft und der gesellschaftlichen sowie urbanen Bedeutung des Radverkehrs und nutzt diesen als analytische Linse, um Mobilität, Verkehrssysteme und den Straßenraum grundlegend neu zu denken. Ergänzend dazu leitet er das Lab of Thought, das durch gezielte Provokationen im öffentlichen Raum transformative Veränderungen von Mobilitätssystemen anstößt.
Unter dem Namen „Fietsprofessor“ (Der Fahrradprofessor) erreicht er über soziale Medien ein breites Publikum und lädt dazu ein, Mobilität als gestaltbaren Prozess zu verstehen – und die Zukunft der Fortbewegung aktiv und bewusst mitzuschreiben.
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