VeranstaltungenVortrag

Vortrag

Marina Tabassum

MTA Marina Tabassum Architects, Bangladesch

02 Februar
2023
Beginn 18:30 Uhr

Vortrag

Vortrag und Livestream beginnen um 18:30 Uhr

Thema

Marina Tabassum ist dafür bekannt, dass sie Gebäude entwirft, bei denen lokale Materialien verwendet werden und die gleichzeitig darauf abzielen, das Leben von Menschen mit geringem Einkommen in Bangladesch – wo alle ihre Projekte entstehen – zu verbessern.

Ihre Bait-Ur-Rouf-Moschee zeichnet sich durch den Verzicht auf populäre Moschee-Ikonografie und die Betonung kalibrierter Strukturen aus Raum und Licht aus. Sie dient nicht nur als Gotteshaus, sondern auch als Rückzugsort für ein dicht besiedeltes Viertel an der Peripherie Dhakas. Dafür erhielt Marina Tabassum 2016 den renommierten Aga Khan Award.

Demnächst zeigt eine Ausstellung im Architekturmuseum der Technischen Universität München verschiedene öffentliche und private Bauprojekte, an denen sie seit 1995 gearbeitet hat, zunächst mit dem Architekturbüro Urbana und seit 2005 mit Marina Tabassum Architects (MTA).

Vortrag auf Englisch

Marina Tabassum

Die Architektin Maria Tabassum gründete ihr Büro Marina Tabassum Architects 2005 in Dhaka, Bangladesh. Außerdem lehrte sie an verschiedenen Universitäten – Harvard University Graduate School of Design, TU Delft, University of Texas und Bengal Institute und erhielt die Ehrendoktorwürde der Technischen Universität München.

Zusätzlich zum Aga Khan Award für Architektur hat sie zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Arnold W. Brunner Memorial Prize der American Academy of Arts and Letters, die Goldmedaille der französischen Akademie für Architektur und die Soane-Medaille für Architektur in Großbritannien.

Marina Tabassum ist Vorsitzende der Foundation for Architecture and Community Equity (FACE) und von Prokritee (Fare Trade Organisation). Sie ist Mitglied des Lenkungsausschusses für die Aga Khan Awards for Architecture.

Foto Marina Tabassum © Sounak Das

 

Work

Neben der Gebäudeplanung betreibt MTA umfangreiche Forschungsarbeiten zu den Auswirkungen des Klimawandels in Bangladesch und arbeitet dabei eng mit Geograph*innen, Landschaftsarchitekt*innen, Planer*innen und anderen Fachleuten zusammen. Der Arbeitsschwerpunkt erstreckt sich auch auf die Randgruppen der einkommensschwachen Bevölkerung des Landes mit dem Ziel, die Umwelt- und Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern.

Dazu gehört das Engagement in verschiedenen Projekten für die 1,2 Millionen Rohingya-Flüchtlinge. Als Reaktion auf deren katastrophale Situation entwarf MTA ein kostengünstiges, mobiles, modulares Haussystem aus lokal hergestelltem Material für landlose, einkommensschwache Gemeinden, die vom Anstieg des Meeresspiegels bedroht sind, und zeigte damit einmal mehr, dass Architektur ein Medium zur Stabilisierung der Gesellschaft ist.

 

Bildergalerie

Bait Ur Rouf Moschee © Sandro Di Carlo Darsa
Gemeindezentrum, Lomboghona © Asif Salman
Alfadanga Moschee © Asif Salman
Khudi Bari Ukhia, modulares Haussystem © Asif Salman
Khudi Bari, mobiles modulares Haussystem für Flüchtende © Asif Salman